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12. Qualitätswerkstatt im Eltern-Kind-Projekt

11. Okt. 2017

Seitdem das Eltern-Kind-Projekt nicht mehr aus Mitteln der Baden-Württemberg-Stiftung finanziert wird, muss ein Teil der Kosten von der Jugendhilfe übernommen werden. Die mitwirkenden Straffälligenhilfevereine müssen als Jugendhilfeträger zertifiziert sein und müssen mit dem Jugendamt Leistungsvereinbarungen abschließen. Mit einer soziometrischen Aufstellung der Teilnehmenden bei der 12. Qualitätswerkstatt im Eltern-Kind-Projekt wurde visualisiert, wie die Verhandlungen mit dem Jugendamt vorankommen. Zwischen den Polen “Leistungsvereinbarungen abgeschlossen/Fälle eingereicht” und “Jugendamt lehnt Finanzierung ab” ordneten sich die Teilnehmenden zu. Die Tendenz ist überwiegend positiv. Das Jugendamt erkennt die spezielle Fachkompetenz der Mitarbeitenden in der Straffälligenhilfe an, wenn es darum geht, die Eltern-Kind-Beziehung auch während des Gefängnisaufenthalts aufrechtzuerhalten und die Familie in Freiheit zu unterstützen.

Annette Sindlinger und Hardy Frick, Mitarbeitende der  Kinder- und Jugendhilfe Linzgau bei der 12. Qualitätswerkstatt im Eltern-Kind-Projekt

Fachkundige Verstärkung gibt es durch die Kinder- und Jugendhilfe Linzgau, eines Mitgliedsvereins des Paritätischen. Diese Organisation ersetzt die Mitarbeit des Bezirksvereins für soziale Rechtspflege Konstanz, der für das Eltern-Kind-Projekt nicht mehr verantwortlich zeichnen konnte. Hier zeigt sich wieder mal die Stärke des Netzwerks Straffälligenhilfe mit seinen drei Gesellschaftern. Kein Verein der Straffälligenhilfe ist verpflichtet, an landesweiten Projekten mitzuwirken. Dank der Beteiligung des Paritätischen mit seinen vielen Mitgliedsorganisationen kann das Netzwerk erweitert werden und ist dadurch immer landesweit handlungsfähig.