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„Schwitzen statt Sitzen“ Leuchtturmprojekt in der Straffälligenhilfe beeindruckt Delegation aus Südamerika

06. Mär. 2019
(von links nach rechts)
Horst Belz, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied - Badischer Landesverband für soziale Rechtspflege / Netzwerks Straffälligenhilfe Baden-Württemberg, Herr Federico Máximo Saettone (Argentinien)- Exekutivsekretär des Rates für innere Sicherheit, Ministerium für Sicherheit der Nationen, Frau Alejandra Antonia Adorno (Argentinien)- Koordinatorin und Gestaltung des Lehrplans aller geltenden Rechtsprechungen in Argentinien, Herr Claudio César Bargach (Argentinien) - Koordinator für Wohlfahrt, Gesundheit und Wohnen für das Personal der Bundeswehr, Herr Alan Christopher López Fabian (Mexiko) - Forscher bei Mexico Evalúa, A.C., Zentrum für Politikanalyse, Sicherheitsabteilung, Herr Juan Marcos Granados Torres (Mexiko) - Sekretär für Sicherheit und Bürgerbeteilung vom Bundesstaat Queretaro, Herr Carlos Alberto Galindo López (Mexiko) - Forscher für den Mexikanischen Senat, Oliver Kaiser, DER PARITÄTISCHE, Netzwerks Straffälligenhilfe Baden-Württemberg, Frau Verena Waschulczig - Projektkoordinatorin, Internationale Besuchsprogramme, Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Berlin, Herr Dr. Lars-André Richter - Projektleiter Argentinien, Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Buenos Aires, Julia Herrmann, Geschäftsführerin Verband Bewährungs- und Straffälligenhilfe Württemberg e.V. / Netzwerks Straffälligenhilfe Baden-Württemberg, Herr Rodrigo Gaston Bonini (Argentinien) - Nationaler Untersuchungsdirektor, Ministerium für Sicherheit der Nation.

Zum intensiven fachlichen Austausch über das Thema "Innere Sicherheit und das Polizeisystem in Deutschland, Argentinien und Mexiko" trafen sich eine 12-köpfige Delegation aus Argentinien und Mexiko des Besuchsprogramms der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit mit Vertreter*innen vom Netzwerk Straffälligenhilfe Baden-Württemberg. Auf besonderes Interesse stieß das erfolgreiche Leuchtturmprojekt „Schwitzen statt Sitzen“.

Das Netzwerk Straffälligenhilfe setzt seit 2008 flächendeckend das Projekt in ganz Baden-Württemberg um. Straffällige werden hier in gemeinnützige Arbeit vermittelt und dadurch werden Haftstrafen vermieden. So können die Straffälligen in ihrem sozialen Umfeld verbleiben und entgehen durch ihre eigene Arbeit einer Inhaftierung. Die Klient*innen werden durch ein Erstgespräch begleitet, erhalten eine Tilgungsberatung, bekommen Unterstützung bei der Vermittlung der Arbeitsstelle und auch die Überwachung der Arbeitsleistung wird von sozialpädagogischen Fachkräften geleistet. Pro Jahr werden ca. 16.000 Fälle betreut. Hierdurch werden zwischen 150.000 bis 160.000 Hafttage eingespart, was für das Land eine Nettoeinsparung pro Jahr in Höhe von ca. 17 Millionen Euro bedeutet.



Bericht: Hina Marquart