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„Schwitzen statt Sitzen“ Leuchtturmprojekt in der Straffälligenhilfe beeindruckt Delegation aus Südamerika

06. Mär. 2019
Zum intensiven fachlichen Austausch über das Thema "Innere Sicherheit und das Polizeisystem in Deutschland, Argentinien und Mexiko" trafen sich eine 12-köpfige Delegation aus Argentinien und Mexiko des Besuchsprogramms der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit mit Vertreter*innen vom Netzwerk Straffälligenhilfe Baden-Württemberg. Auf besonderes Interesse stieß das erfolgreiche Leuchtturmprojekt „Schwitzen statt Sitzen“.

Das Netzwerk Straffälligenhilfe setzt seit 2008 flächendeckend das Projekt in ganz Baden-Württemberg um. Straffällige werden hier in gemeinnützige Arbeit vermittelt und dadurch werden Haftstrafen vermieden. So können die Straffälligen in ihrem sozialen Umfeld verbleiben und entgehen durch ihre eigene Arbeit einer Inhaftierung. Die Klient*innen werden durch ein Erstgespräch begleitet, erhalten eine Tilgungsberatung, bekommen Unterstützung bei der Vermittlung der Arbeitsstelle und auch die Überwachung der Arbeitsleistung wird von sozialpädagogischen Fachkräften geleistet. Pro Jahr werden ca. 16.000 Fälle betreut. Hierdurch werden zwischen 150.000 bis 160.000 Hafttage eingespart, was für das Land eine Nettoeinsparung pro Jahr in Höhe von ca. 17 Millionen Euro bedeutet.



Bericht: Hina Marquart